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Ein guter Augenarzt nimmt auch scheinbar kleine Probleme ernst und preist private Zusatzleistungen nicht über Gebühr
Das Auge ist ein Hochleistungsorgan, darum ist es so wichtig, sich bei gesundheitlichen Problemen immer in die besten
Hände zu begeben. Ein guter Augenarzt wird erst einmal alle vorherigen Erkrankungen abfragen und sich außerdem nach
Diabetes, Blutdruckwerten, Blutfettwerten, Tabakkonsum und Ernährungsverhalten erkundigen, bevor er auf das Problem
eingeht. Dabei sollte der Facharzt während des Gesprächs auch auf vermeintlich kleine Probleme, wie Augenjucken oder
trändende Augen eingehen. Kein direkter Bezug bestehe zwischen der Zeit, die ein Arzt sich dem Patienten widme, da ein
routinierter und guter Arzt eine Netzhautablösung oder ein trockenes Auge direkt erkennen würde.
Zum Standard einer jeden Sprechstunde gehört ein Sehtest der Pflicht ist und kompetente Ärzte benutzen die Spaltlampe
um den Zustand der Netzhaut und die Tränenflüssigkeit zu überprüfen.
Oft stehen gerade Augenärzte in der Kritik unnötige individuelle Gesundheitsleistungen verkaufen zu wollen, hier
sollen Patienten genau nachhaken, warum diese Untersuchung sinnvoll wäre. Wenn ein Arzt seine Zusatzleistungen (IGeL)
stark anpreist, sollte bei Patienten Skepsis aufkommen.
Als Augenarzt-Check können folgende Punkte betrachtet werden:
- Wird der Patient genau über Kosten udn Bedingungen aufgeklärt?
- Enthält der Kostenvoranschlag die Preise der Zusatzleistungen mit den Kennziffern der privaten Gebührenordnung für
Ärzte (GOÄ)?
- Bekommt der Patient genügend Zeit alles zu überdenken?
- Wurde die Krankenkasse zwecks Leistungsübernahme kontaktiert?
Als Beispiel für eine sinnvolle individuelle Gesundheitsuntersuchung kann die Glaukom-Vorsorge genannt werden, für
Menschen ab 40 ist diese Messung des Augeninnendrucks mittlerweile medizinisch angezeigt, wird jedoch nicht von der
Krankenkasse übernommen.
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