Der rasante Populationsschub von CBD sowie die positiven Erfahrungen von vielen Nutzern haben das Interesse am Cannabidiol weiter entfacht. Da regt sich der Wunsch, es einmal selbst mit dem pflanzlichen Wirkstoff zu versuchen, dem so viel Gutes in puncto Heilkraft nachgesagt wird. Doch wer vor seinem ersten Mal steht, ist sich über die richtige Dosierung von CBD unsicher. Aus diesem Grund ist dieser Ratgeber entstanden. Er soll allen Anfängern als Leitfaden dienen, um gleich auf Anhieb zur passenden Einnahmemenge zu finden, die von zahlreichen Faktoren abhängig ist.
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Die wichtigsten Faktoren zur Bestimmung der Dosis von CBD sind die folgenden:
Medikamente wirken pro Kilogramm. Dies macht die Bestimmung der Einflussstärke des Gewichts in diesem Fall sehr einfach, denn jemand, der 120 kg wiegt, sollte das Doppelte für dieselbe Wirkung einnehmen als jemand, der 60 kg wiegt. In puncto Körpergewicht brauchen Nutzer, die zum Beispiel CBD-Öl im Online-Handel erwerben möchten, sich nur am durchschnittlichen Körpergewicht eines Erwachsenen orientieren, das bei Männern bei 85 kg und bei Frauen bei fast 72 kg liegt. Je größer die Abweichung von diesem Körpergewicht ist, desto stärker sollte entsprechend die Dosis angepasst werden.
Mit dem Lebensalter verändert sich der Stoffwechsel und Medikamente können eine stärkere Wirkung haben als bei jungen erwachsenen Menschen. Der langsamere Stoffwechsel spricht für eine tendenziell höhere Dosis, während die größere Empfindlichkeit der alternden Organe für eine niedrigere Dosis spricht. Bei Kindern sollte die Einnahmemenge hingegen generell vorsichtiger sein, da das kindliche Immunsystem sich noch in der Entwicklungsphase befindet und bei ihnen Medikamente, unter anderem aufgrund des leichten Körpergewichts, schneller wirken.
Als Norm gelten für die angegebene Dosierung im Beipackzettel in der Regel Männer. Dies liegt daran, dass Frauen ein fast doppelt so hohes Risiko für Nebenwirkungen haben als ihre männlichen Artgenossen, weil ihre hormonelle Zusammensetzung sowie das Verhältnis der Wasser-, Fett- und Muskelanteile im Körper anders ist. Vor allem die Gefahr für die Fruchtbarkeit ist als Nebenwirkung bei Frauen problematisch, weil diese im Gegensatz zu Männern keine Eizellen mehr im Laufe ihres Lebens bilden.
Seit dem Contergan-Skandal, der Anfang der 1960er Jahre in der Bundesrepublik aufgedeckt wurde, dürfen Frauen in der Schwangerschaft nicht mehr an medizinischen Studien teilnehmen. Sie werden aufgrund der größeren Empfindlichkeit gegenüber medizinischen Wirkstoffen auch weniger gern für Arzneimittelstudien als Probanden genommen. Tendenziell sollten Frauen eine etwas niedrigere Dosis als Männer einnehmen. Aufgrund des günstigen Nebenwirkungsprofils von CBD sind solche gravierenden Risiken wie beschrieben für Frauen allerdings mehr oder weniger ausgeschlossen.
Auf nüchternen Magen wirkt CBD schneller und effektiver, als wenn das Cannabidiol zusammen mit einer Mahlzeit eingenommen wird. Dies gilt besonders für Speisen mit größeren Fettanteilen, denn CBD ist als Wirkstoff lipophil, weswegen es als Nahrungsergänzungsmittel oder CBD-Öl in einem Trägeröl eingelagert wird.
CBD gilt in Bezug auf den Wirkungsmechanismus als Allrounder, dessen größter Mehrwert die vermutete Ganzheitlichkeit seiner Effekte ist. Da es bei Beschwerden bekanntlich schlimme und weniger schlimme gibt und jede Krankheit einen anderen Schweregrad aufweist, hängt die richtige Dosierung ebenfalls von der Art der Störung ab. Experten empfehlen für die folgenden Krankheiten die folgende Dosierung:
Die Medizin der Zukunft wird vermutlich den Standard aufweisen, dass sich Patienten ihr individuelles Genprofil bestimmen lassen können, das ihnen Aufschluss über die exakte Dosierung vermittelt. Solange diese Möglichkeit aber noch nicht für die Breite der Gesellschaft und einen günstigen Preis zur Verfügung steht, können die Empfehlungen zur Dosierung nur Näherungswerte sein. Denn jeder Mensch hat als Individuum einen unterschiedlichen Stoffwechsel und eine anders ausgeprägte Sensitivität gegenüber pflanzlichen und chemischen Heilstoffen.
Jeder Mensch besitzt in Abhängigkeit zu seinem Krankheitsbild seinen persönlichen Sweet Spot. Gemeint ist die effektive Zone, innerhalb derer der Wirkstoff seine optimale Wirkung entfaltet. Auch bei CBD wurde nach Erkenntnissen aus einer brasilianischen Gesundheitsstudie ein Wirkungsmuster in Form einer Glocke erkannt. Anfängern wird deshalb geraten, mit einer eher geringen Dosis zu beginnen und diese so lange Schritt für Schritt zu erhöhen, bis die gewünschte Wirkung eingetreten ist.
Lassen sich nach Wochen dennoch nicht die erhofften Effekte erzielen, scheint CBD für das Krankheitsbild nicht das richtige Heilmittel gewesen zu sein und die Ursache der Beschwerden basiert vermutlich nicht auf einem körpereigenen Mangel an CBD. Es gibt keine Garantie auf Heilung. Hierin unterscheidet sich CBD nicht von handelsüblichen Medikamenten.
Bei der Wirkung von CBD muss zwischen der Verstoffwechselung und der Akutbehandlung unterschieden werden. Für die krankheitsbezogene Einnahme kann es einige Wochen dauern, bis sich allmählich ein Effekt einstellt. Die Metabolisierung von CBD verläuft hingegen deutlich zügiger. Sie unterscheidet sich von der Einnahmeart, da CBD auf verschiedene Weise absorbiert werden kann. Zuerst kommt die Angabe zur Einnahmeart, der eine Angabe zum Wirkungseintritt und dann eine Angabe zur Wirkungsdauer folgt:
Insgesamt lässt sich feststellen, dass Einnahmearten mit einem schnellen Wirkungseintritt eine kürzere Wirkungsdauer besitzen. Hier können Kunden austarieren, welcher der beiden Aspekte ihnen wichtiger ist und sich auf dieser Grundlage für die gewünschte Einnahmeart entscheiden.
Menschen wie Säugetiere besitzen ein biologisches Netzwerk aus Liganden und Rezeptoren, das wesentliche Aufgaben für den Organismus moduliert. Obwohl das Endocannabinoid-System das größte Kommunikationssystem im menschlichen Körper ist, wurde es erst in den 1980er Jahren von Raphael Mechoulam entdeckt.
Diese Funktionen beziehen sich auf den Stoffwechsel, Herz-Blutkreislauf, die Aktivität der Nervenzellen, die Schlaf-wach-Steuerung und vieles mehr. Kognitiv und mental sind vor allem die stimmungsfördernden (antidepressiven) sowie angst- und stresslösenden Eigenschaften sowie die Unterstützung für das Lernen und Gedächtnis im Sinne von Nootropika interessant.
Von den 113 bekannten Cannabinoiden der Hanfpflanze ist der Einfluss auf das ECS beim psychoaktiven THC und nicht psychoaktiven CBD am stärksten. Während THC die Prozesse im ECS aktiviert, verhält sich CBD durch seine hemmenden Eigenschaften ausgleichend. Zwar lassen sich bis zu einer bestimmten Grenze selbstständig
Cannabinoide im Körper bilden. Da dies nicht immer ausreichend ist, bedarf es gelegentlich der Zuführung von außen durch pflanzliche Cannabinoide.
Wer sich mit dem ECS auseinandersetzt, erhält ein sicheres Gefühl für den vermuteten Wirkungsmechanismus von CBD. Zusammengefasst gehen Experten davon aus, dass das Cannabidiol durch seine möglicherweise entzündungshemmenden, schmerzstillenden, entkrampfenden, neuronalen, beruhigenden und schlaffördernden Eigenschaften seine stärksten Effekte aufweist. Dadurch kann CBD bei Krankheiten wie zum Beispiel Migräne, Akne, Krämpfen, Fibromyalgie, Arthrose, Parkinson, Depressionen, Burn-out, Angst- und Zwangsstörungen sowie dem Posttraumatischen Belastungssyndrom als Hilfe erwogen werden.